Schnipo Schranke

Wir haben wirklich Glück mit Schnipo Schranke. Dass in einer Zeit, in der alles Gestörte, Neurotische entweder zu riesigen Funmonstern aufgeblasen oder unter den Teppich gekehrt wird, plötzlich die Songwriterinnen Daniela Reis und Fritzi um die Ecke gekommen sind.
"Singer/Songwriter" im deutschen Kontext, da denken wir alle an Männer mit Bart und Hut, die Stadien füllen, in dem sie sentimental von Heimat oder Früher singen. Aber Früher und Heimat sind nicht sentimental und Liebe ist nicht dieses Schmusegefühl. Heimat sind auch die Schatten der Vergangenheit und Liebe ist auch einsam auf dem Baum sitzen und warten, bis du endlich mal lüftest. Fassungslos dem Tod ins Gesicht schauen. Von all dem handeln die Songs von Schnipo Schranke. Dass man durch Pipi, Sperma und Eiter reiten muss, es geht ums Sich-Aushalten-Müssen, ums Eingeliefertwerden, um Dope, auf Tour sein, down sein, eine von den Geilen sein. Allzeit likebereit, das höchste der Gefühle. Danke Schnipo.