E.Ö.E.

„Wo soll ich hin?“ heißt dieser Song, den jeder kennen sollte, der sich wirklich für deutschsprachige Musik interessiert. Für denjenigen, der beim Namen Palais Schaumburg eine neue Stadt errichten möchte und beim Wort Messer nicht direkt an Gabel denkt. Er stammt von der Band Erregung Öffentlicher Erregung. Anja Kasten (Gesang), Michael Schmid (Schlagzeug), Michael Hager (Gitarre), Laurens Bauer (Bass) und Philipp Tögel (Synthesizer) sind selten gemeinsam an einem Ort. Songskizzen pendeln zwischen Hamburg und Berlin, werden immer wieder bearbeitet und erweitert, bis sie irgendwann doch fertig sind: Freigeistig, trippig, und dabei doch eingängig, traumwandlerisch, direkt. Warum bisher noch niemand von dieser Band gehört hat? Weil es ihnen nicht so wichtig war. Sie haben lieber krachende Konzerte in kleinen Kellern gespielt, haben lieber eine ganze Reihe an Songs aufgenommen, –einer besser als der andere – als das alles an die große Glocke zu hängen. Krautige Beats, scharfe Gitarren, im weitesten Sinne ist das sicherlich Postpunk. Aber Postpunk, der das Herz nicht vergisst, der einen abholt und mit nimmt. Der Beginn der 80er Jahre war eine der spannendsten Phasen in der Geschichte der deutschen Popmusik. Erregung Öffentlicher Erregung greifen diese Zeit auf und transportieren die gewonnenen Eindrücke ins Hier und Jetzt. Geniale Dilettanten, ohne Dilettanten zu sein. Auch der Bandname klingt nach einer anderen Zeit, einer Zeit, in der es in Ordnung war, wütende Musik zu machen, eine Meinung zu haben und damit auch hausieren zu gehen. 

Und damit passen EÖE ganz vorzüglich ins Jahr 2017. 

Die Debüt-EP von EÖE wird im Mai 2017 bei Euphorie erscheinen. 

Kontakt:

Benito Pflüger

benito@woistdieeuphorie.com