Kurt Prödel

Kurt Prödel hat ein neues Produkt! Was als Internet-Avatar begann, der einfache Sätze zu eingängigen Slogans der Gegenwart twitterte („Gänsehaut“, „Das muss am Ende jeder individuell für sich selbst entscheiden“); der parallel „mystische“ Musikvideos für Money Boy, Haiyti oder Juicy Gay drehte; der mehrere Hörbücher (Internet Detox, Auf den Grill sind alle Tiere gleich, Der Heiland) und eine Mini-Webserie (Kurt ihm sein Hund) veröffentlichte und neuerdings sogar im Fernsehen Dinge erklärt (Studio Schmitt, ZDFneo) macht schon seit einigen Jahren Musik. Als Schlagzeuger veröffentlichte er mit seiner Rockband The Screenshots seit ihrer Gründung 2018 nicht weniger als drei Alben.
Was Kurt Prödel bei allem, das er bisher in den Äther schickte, gelang, gelingt nur wenigen: Seine Videos, Texte und Musik sind subversiv, ohne edgy sein zu wollen, sie zeigen Humor, ohne sich einer Pointe zu verpflichten. Kurz: Komplexe Inhalte verpackt in simpler Aussage und einer Ästhetik, die hängenbleibt.